In “Stray” schlüpfen wir in die Rolle einer Katze, die zu Beginn des Spiels von ihrer Katzenfamilie getrennt wird und in eine tief unter der Erde liegende, offenbar vergessene Stadt stürzt. Diese Stadt wird ausschließlich von Robotern bewohnt. Ihre Welt ist geprägt von Neonlichtern, engen Gassen und einer Mischung aus technologischem Verfall und überraschender Schönheit.
Als Katze erkundet man diese Stadt aus der typischen Katzenperspektive: Die Spieler springen über Dächer, schleichen durch kleine Lüftungsschächte, balancieren auf Schildern oder tapsen mit der Pfote Gegenstände von Tischen. Viele dieser kleinen Details tragen dazu bei, dass sich das Spiel sehr authentisch anfühlt – man spielt hier wirklich “eine Katze”. Dabei trifft man auf hilfsbereite Roboter, die Geschichten über die verlorene Welt der Menschen erzählen.
Im Spielverlauf erhalten wir Unterstützung von einer kleinen Drohne, die uns hilft, mit der Umwelt zu interagieren – etwa beim Öffnen von Türen, Übersetzen von Texten oder dem Speichern von Erinnerungen. Auch kleinere Rätsel oder Suchaufgaben gehören zum Spiel, allerdings steht nie das Tempo im Vordergrund. Stattdessen liegt der Reiz in der Erkundung und im Eintauchen in diese ungewöhnliche Welt. Hinzu kommen einige spannende Momente: In bestimmten Abschnitten muss man etwa vor parasitenähnlichen Kreaturen fliehen oder sich unauffällig an Überwachungsdrohnen vorbeischleichen.
“Stray” ist ein erzählerisch starkes, stimmungsvolles Spiel, das sich vor allem durch seine einzigartige Perspektive und seine beeindruckende Inszenierung auszeichnet. Für Kinder unter 12 Jahren kann das aber zu düster wirken, weshalb die USK hier auch eine Freigabe ab 12 Jahren gewählt hat. Für Eltern mit Jugendlichen ist dieses Abenteuer eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit dem Nachwuchs in eine ungewöhnliche Spielwelt einzutauchen.





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